Der Italien-Pavillon

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Das Konzept: il Vivaio

Die Expo Milano 2015 soll Italien wiederbeleben. Italien hat außergewöhnliche Fähigkeiten in Produktion, Technologie und Wissenschaft. Zeit diese wieder her zu zeigen. Zentrum dieses Vorhaben ist der Italien-Pavillon. Italien als Nährboden für frische, innovative Ideen , als fruchtbaren Boden für junge, aufstrebende Menschen. Als Symbol dafür dient der Lebensbaum, der „albero della vita“, um den als zentrale Ikone sich die die Ausstellung entwickeln soll. Der Pavillon selbst ist innovativ, neu, überraschend, einzigartig und in ständigem Austausch mit seinem Umfeld. Er ist der Dreh- und Angelpunkt für Unternehmer und Wissenschaftler, die dem „Made in Italy“ neues Leben einhauchen. Dafür sorgen die Generalkommissarin des Italien-Pavillons, Diana Bracco, und der künstlerische Leiter Marco Balich.

Das Projekt Italien-Pavillon

Das Projekt des Italien-Pavillons, das die Expo 2015 AG im April 20113 vergeben hat, ist das Ergebnis eines internationalen Architekturwettbewerbs. Aus 68 eingereichten Projekten wurde jenes von Nemesi&Partners ausgewählt und gemeinsam mit  Proger und BMS Progetti (Ingenieursleistungen, Struktur und Anlagen) und mit Prof. Livio De Santoli (Nachhaltigkeit des Gebäudes) umgesetzt. Der Pavillon entsteht entlang des Cardo, einer der beiden lotrecht zueinander verlaufenden Hauptachsen, die gemeinsam mit dem Decumano die Struktur des Geländes der Expo Milano 2015 bestimmen. Der Italien-Pavillon besteht aus dem Palazzo Italia (circa 13.000 Quadratmeter auf sechs Ebenen über der Erde) und der temporären Gebäude am Cardo (circa 10.700 auf drei Ebenen über der Erde).

 

Das Projekt ist stark experimentell geprägt: Die Architektur von Nemesi, geprägt von technologischer Innovation und Nachhaltigkeit, macht gemeinsam mit dem Know-how der italienischen Unternehmen aus dem Padiglione Italia ein Symbol der großen italienischen Kreativwerkstatt unserer Zeit. Nach Abgabe des Ausführungsprojekts durch Nemesi&Partners Ende 2013 hat die  Mantovani Group Erdarbeiten durchgeführt und die Fundamente des Palazzo Italia gelegt. Zur Zeit ziehen  Italiana Costruzioni und Consorzio Veneto Cooperativo die Stockwerke hoch. Im März 2015 soll alles fertig sein.

Nachhaltiger und Innovativer Ansatz

Palazzo Italia wurde unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit als Quasi-Null-Energiehaus konzipiert. Dazu tragen das Photovoltaikglas der Fassade und die photokatalytischen Eigenschaften des Zements der Außenwände bei. Die gesamte Außenhaut des Palazzi Italia, 9.000 Quadratmeter, bestehen aus 900 Zementpaneelen des Typs “i.active BIODYNAMIC” mit dem Wirkprinzip  TX Active, patentiert von  Italcementi. Bei Kontakt mit Sonnenlicht nimmt der Zement Luftschadstoffe auf, wandelt sie in reaktionsträge Salze um und reinigt so die Luft von Smog. Der Mörtel besteht zu 80 Prozent aus recyceltem Material. Zum Teil aus Abfallmaterial aus der Marmorverarbeitung in Carrara, das dem Zement eine besondere Brillanz verleiht. Außerdem ist das Material so fluid, dass auch jene komplexen Formen geschaffen werden können, die den Italien-Palast charakterisieren. Die Paneele der Außenverkleidung, alles Einzelstücke, keine zwei sind gleich, können dank der Technologie von Styl-Comp hergestellt werden.

 

Als Dach des Palazzo hat das Studio Nemesi eine Art Segel in innovativem Design erdacht, das von  Stahlbau Pichler umgesetzt wird. Eine Abdeckung, die das Bild der Baumwipfel eines Waldes neu interpretiert. Charakterisiert von Photovoltaikglas und geometrischen Formen, die gemeinsam mit der verästelten Fassade Ausdruck von innovativer Projektierung und Technologie sind. Gekrönt von einem verglasten, konischen Lichthof im Inneren des Palastes.

Padiglione Italia Interno Or

Die Gebäude des Cardo

Die temporären Gebäude am Cardo, der gleichnamigen Hauptachse, einem 325 Meter langen und 35 Meter breiten, gepflasterten Boulevard, die den Platz des Wassers im Norden mit dem Platz der Wasserstraße im Süden verbindet, werden in Fertigbauweise erstellt und nach der Weltausstellung ab- und an anderer Stelle neu aufgebaut.

 

Das Konzept von Nemesis für die Gebäude des Cardo basiert auf der Idee des italienischen Dorfes, bestehend aus Gebäuden an kleinen Plätzen, Terrassen und Laubengängen. Verschiedene geometrische Muster verschränken sich ineinander und erschaffen auf diese Weise ein Mosaik, in dem jedes Teilstück autonom ist und sich seinen eigenen Charakter bewahrt. Die kleinen Plätze, die “Piazette”, liegen im Parterre und im ersten Stock.

Die Gebäude des Cardo repräsentieren Italien und seine Regionen, die hier ihren Sitz auf der Weltausstellung bekommen. Gegenüber des Palazzo Italia, im Nordteil des Cardo, hat außerdem die Europäische Union ihren Sitz. Damit soll die enge Verbundenheit Italiens zu Europa unterstrichen werden. Am Cardo liegen: Der Pavillon der Europäischen Union sowie Flächen für Ausstellungen, Events, Repräsentation und Restauration.

L'albero della vita

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